Was Corona mit unserer Bildung macht Resümee zum Welttag der Bildung

Was Corona mit unserer Bildung macht Resümee zum Welttag der Bildung

Die Corona-Pandemie belastet Schüler, Eltern und Lehrkräfte gleichermaßen und wirft die weltweiten Ziele eines chancengleichen Bildungssystems um Längen zurück.

München, 24. Januar 2022. Heute vor drei Jahren richtete die UNESCO erstmals den Welttag der Bildung aus. Bereits zu dieser Zeit wurde eine starke Dringlichkeit gesehen, die Chancengleichheit der Bildungssysteme weltweit zu verbessern. Und dann kam Corona. Durch Schulschließungen und die Umstellung auf Homeschooling wurde der stetigen Entwicklung der Chancengleichheit ein merklicher Dämpfer verpasst.

„Die Pandemie hat nachhaltige Folgen auf die Menschen, unsere Gesellschaft und unsere Bildung. Es gibt immer mehr Schüler, die aufgrund der Restriktionen und des psychischen Drucks nicht mehr mitkommen. Sie müssen gleichzeitig versäumte Inhalte aufholen und im aktuellen Lernstoff dranbleiben. Auch auf den Lehrern lastet ein erheblicher Druck. Eine individuelle Behandlung und Eingehen auf die Schüler ist im Homeschooling schwer möglich und sie haben mit der unterschiedlichen Medienkompetenz der Schüler während des Online-Unterrichts zu kämpfen. Eltern werden belastet durch die Arbeit im Homeoffice und gleichzeitig der Lernbeaufsichtigung ihrer Kinder. Wenn für ein paar Wochen wieder Unterricht in der Schule möglich ist, geht durch die Durchführung von Schnelltests wertvolle Unterrichtszeit  verloren. “, so Sabine Bader, Initiatorin von Schule für Morgen und Pressesprecherin der Versicherungsgruppe die Bayerische, über die Folgen der Corona Pandemie für Schüler, Eltern und Lehrer.

Sabine Bader Versicherungsgruppe die Bayerische
Sabine Bader, Initiatorin Schule für Morgen und Pressesprecherin Versicherungsgruppe die Bayerische

Bildungsunterschiede zwischen den Schülern werden in diesen Zeiten weiter vertieft. Zum einen fehlt der soziale Kontakt und Austausch mit den Mitschülern, der für einen Bildungsangleich wichtig ist, zum anderen fehlt Zuhause oft die Möglichkeit der Unterstützung durch die Eltern. Laut einer Studie des Nationalen Bildungspanels (NEPS) schätzen 31% der Eltern ohne akademischen Hintergrund ihre eigenen Fähigkeiten, ihr Kind während des Homeschoolings beim Lernen zu unterstützen, als eher oder gar nicht ausreichend ein. Bei akademischen Eltern liegt diese Zahl hingegen nur bei 13%.

„Um Schulen, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern zu entlasten, muss der Auftrag von Schule jetzt neu gedacht werden! Die Lehrerinnen und Lehrer sind ständig gefragt,,die aktuellen, fortlaufend wechselnden Maßnahmen der Regierung sofort umzusetzen und haben kaum mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben rund um Bildung und Erziehung.  Die Bildungsungerechtigkeit wird immer größer, die Herausforderungen für Schulen ebenso. Wir alle zusammen erleben so viel Druck: Das muss aufhören! ”, erklärt Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV).

Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands

Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, Lehrkräfte zu entlasten und Schüler sowie Eltern zu unterstützen, haben der BLLV und die Bayerische das Förderprogramm Schule für Morgen ins Leben gerufen, das genau hier ansetzt. Es unterstützt Schüler beim Aufholen von Wissenslücken sowie beim Ausbau digitaler Medienkompetenz, entlastet Eltern organisatorisch und finanziell und hilft Lehrern, die Schüler wieder auf ein gemeinsames Bildungsniveau zu heben. Im ersten halben Jahr konnte so bereits zahlreichen Schülern, die aus unterschiedlichsten Gründen mit dem Lernen nicht hinterherkamen, geholfen werden. Häufige Ursachen für die Lerndefizite sind fehlende Medienkompetenz oder technische Geräte, Sprachbarrieren oder auch dass den Eltern aufgrund der Berufstätigkeit die volle Unterstützung der Kinder im Homeschooling nicht möglich ist.

Wie groß der Wunsch der Schüler nach einer Rückkehr zu einer Zeit vor Corona und in ihr früheres unbeschwertes Leben ist, das zeigen auch die Bilderwünsche der Kinder aus dem Schule für Morgen Wünsch Dir Was Malwettbewerb.


Jakob wünscht sich, dass alles wieder so ist, wie vor der Pandemie.


Jule wünscht sich wieder ein ganz normales Leben ohne Corona und ohne Masken. Einfach mit Freunden rausgehen zu können, ohne sich dabei Gedanken zu machen.


Ronja wünscht sich weniger Krieg, weniger Waffen, mehr Umwelt- und Klimaschutz, mehr Gerechtigkeit und Gleichbehandlung und außerdem mehr Freizeit zum Lesen.

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